Briefschreiber.name empfiehlt: Jörg Piringer – Klanggedicht Unicode

Klanggedicht Unicode – Visuelle interaktive Poesie von Jörg Piringer

Der Unicode wurde in den frühen 90er Jahren entwickelt, um endlich alle Sprachen dieser Welt in einem einzigen Zeichensatz zusammenfassen zu können. Gerade beim Aufbau von internationalen Netzen ein unschätzbarer Vorteil. Faszinierend am Unicode ist, dass er lebende und tote Sprachen vereint, auch Runen kommen darin vor. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der österreichische Künstler Jörg Piringer – ein “visual sound poet”, wie er oft genannt wird – vom Unicode zu diesem Video inspirieren ließ. Das Video ist die vertonte Komplettversion des Zeichensatzes 6.0 und zeigt jedes einzelne Unicode-Zeichen. Ein universeller multimedialer Brief sozusagen, der aus insgesamt 109.242 Zeichen besteht.  Ein tolles Video nicht nur für’s Büro, finde ich, genau richtig,  um es auch “einfach” im Hintergrund laufen lassen zu können.

“Handwritten Letter Project” – about an exhibition from KK Outlet

As a Briefschreiber – of course – I agree with Craig Oldham “that there’s always something nice about receiving a letter.” Oldham started his project by extending an invitation to the world’s leading designers, design studios and creative thinkers. He suggested them simply to share their thoughts in handwritten form on their own letterhead. With success. The full collection included over 100 letters and was shown for the first time at KK Outlet in Manchester throughout August 2011. In 2015

Hand Written Letter Project

“There’s always something nice about receiving a letter”

A letter from Carter Wong

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A letter from Carter Wong
Photos: KK Outlet Flickr Stream

 

Brief aus Berlin: “Soziales Brainstorming” – über ein Projekt der Ars Electronica

Wer wie ich immer auf der Suche nach Projekten ist, in denen der kreative Dialog eine Rolle spielt, der wird in dieser Ausstellung fündig. “Wovon Maschinen träumen” heisst das Projekt der Ars Electronica, dem Forschungs-, Kunst- und Technologiecenter der Stadt Linz. Im Automobilforum des VW-Konzerns  zeigt Ars Electronica Installationen internationaler Medienkünstler. Eindrucksvoll demonstrieren die Objekte unseren heutigen Anspruch an die Rolle von Maschinen: Maschinen dienen, Maschinen befreien uns, Maschinen besitzen soziale Kompetenzen.

Soziales Brainstorming

Da es aber doch immer noch Menschen sind, die träumen, darf ich in der Ausstellung meinen ganz persönlichen Wünschen und Träumen Ausdruck verleihen. Dazu stelle ich mich vor eine Schattenwand, lasse ein Schattenbild von mir fotografieren und als Miniaturaufkleber ausdrucken. Den Aufkleber beschrifte ich mit meinem Wunsch. Statement und Haltung der Silhouette ergeben meine ganz individuelle Botschaft, die ich auf eine große Pinnwand zu den Wünschen und Träumen der übrigen Besucher klebe. Das Ergebnis ist eine Landkarte mit Wünschen und Träumen aller Ausstellungsbesucher, die an diesem “sozialen Brainstorming” teilgenommen haben.

Soziale Maschine

Landkarte der Wünsche und Träume aller Besucher

“Lebendig werden”, Ausschnitt der Pinnwand mit dem Wunsch eines Besuchers
Alle Fotos: © Briefschreiber.name

Ausstellung der Ars Electronica “Wovon Maschinen träumen“, vom 07.07. bis 28.08.2011, im Automobilforum des VW-Konzerns, Unter den Linden, Berlin

 

Briefschreiber.name recommends: Graham Short – „Master of Miniature“

Graham Short  “the world’s smallest engraver”and his latest exhibition

That the exchange of messages is not limited to the medium paper demonstrates the british artist Graham Short in an impressive way. Short – who is known as „Master of Miniature“ – engraved not only the The Lord’s Prayer on the head of a pin, he also is the creator of “Cutting edge”, a project where he inscribes “Nothing is Impossible” on the sharp edge of a razor blade. Why don’t you let engrave your personal message on the head of a pin?

 

PR-Instrument Liebesbrief: So kommt ein kreativer Dialog in Gang

Für Andreas

Gerade Großunternehmen versuchen heute, ihren Marken durch emotionale Werbung mehr Kraft zu verleihen, um so Krisen entgegenzusteuern. Die Bemühungen gipfeln in Claims wie: Deutsche Bank – Leistung aus Leidenschaft, Mac Donald’s – Ich liebe es, Campari – Red passion. Was passiert, wenn Unternehmen 1. auf eindirektionale Leistungsdemonstrationen verzichten und sich 2. zur medialen Vermittlung großer Gefühle für einfache Briefbotschaften auf Papier entscheiden? Deutsche Post und Museum of Modern Art (MoMa) machen vor, wie man einen kreativen Dialog initiiert:

HA Schult und Deutsche Post: Die größte Liebesskulptur der Welt
Am 03. Juli 2001 rufen Deutsche Post und Konzeptkünstler H.A. Schult in einer Pressekonferenz alle Menschen in Deutschland dazu auf, Liebesbriefe zu verfassen. „… Ich bitte Sie, einen Brief zu schreiben, wie Sie ihn schon immer im Herzen getragen haben. Erklären Sie sich darin in Liebe zu den Ihnen nächsten oder entferntesten Menschen … Träumen Sie in Worten….“ Das Ziel: Die größte Liebesskulptur der Welt schaffen. Millionen Briefschreiber kommen dem Aufruf nach. Wenige Monate später ist das alte Postfuhramt in Berlin Mitte von Liebesbriefen umhüllt. Über 2 Millionen Besucher kommen in das zwischen der Synagoge und dem Tacheles gelegene Gebäude, allein 90.000 waten durch das “Meer der Liebe” im Inneren des Postamts.

Love-Letter-Aktion

Bild 1: Werbebrief zur Love-Letter-Aktion

Museum of Modern Art: Love is in the Air
Im April 2011 bittet das MoMa in New York seine Besucher um ihre ganz persönlichen Geschichten. Es geht um Liebe: neue Liebe, lebenslange Liebe, verlorene Liebe, Liebe zur Kunst, auch die Liebe für das MoMA. Die Aktion findet ein überwältigendes Echo. Tausende Besucher haben bereits ihre Geschichten auf die vorbereiteten Zettel geschrieben, die an einer riesigen Wand für alle sichtbar aufgehängt wurden. Zwei Geschichten von der Wand sehen Sie unten.

Große Liebe

Bild 2: Große Liebe Picasso
Bild 3: Auf der Suche nach Liebe
MoMa Weblog

Letters of Promises – Money

There is a simple relationship between money and a letter: Coins and papermoney in all variations as banknotes, letters of credit, circular letters of credit, cash letters of credit, commercial letters of credit … are promises to pay and therein the physical and psychological aspects of nations money system. But what are the real media of exchange on todays markets?

The Cuban Creative Director Erik Ravelo looked behind the backdrops and emerged the currencies in which is in fact paid worldwide: kokain, oil, blood, soil, metal, cellulose, bankruptcy, microbes, punishment, silicate, plastic, organ traces, ashes. Ravelos analysis of both the positive and negative aspects of money was published in Colorsmagazine April 2008. Although his investigations are more than 3 years old, they have lost little of its relevance.

In my eyes one of the best clashes with the issue money in the last years.

 

Silicate

Photo 1: Colorsmagazine 2008 / Money / Silicate, page 69

For example “Silicate” – the article about technology profits
In this article Ravelo let come Patrick Cox to word, an expert in software, public policy, biotechnology and a financial analyst. Patrick Cox foresaw a great era of wealth creation through technology progress in the internet. In 2011 Cox can see himself confirmed: “A global patent arms buildup is taking place in the industry, with Apple, Google, Microsoft, Samsung, Qualcomm …, he says on his internet platform. “A consortium of companies purchased Nortel’s patents …, for $ billion 4.5. For the price of $ billion 12.5, Google is now going to buy Motorola Mobility. …”

Ink

Photos 2,3: Colorsmagazine 2008 / Money/ Ink , page 95

For example “Ink” – the article about the costs of punishment
That the death penalty in the US is not only controversial but also extremely expensive is well known. Nevertheless the numbers Ravelo brings in “Ink” are astonishingly: “California … paid about $250 million for each of the state’s 11 executions.” These numbers of 2008 match to the latest news from CNN, published on September 23, 2011: „Texas drops special last meal for death row intimates.“ The reason: Goner Lawrence Russell Brewer ordered extensive last meal and didn’t eat it”.  Another unbelievable release in this context is about the war on drugs: On Monday, September 19, 2011, 22.05 a.m. the money spent on the War On Drugs this Year in the US was summed up on: $ 29,393, 208, 155.

Money

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