Immerwährender Kalender “Timor” im Onlinestore von Danese-Milano

Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 steht die italienische Firma Danese Milano für gut gestaltete Produkte des täglichen Bedarfs. Darunter Leuchten oder Beleuchtungssysteme aber auch Utensilien für den Schreibtisch wie Briefbeschwerer oder Brieföffner. Einer ihrer bekanntesten Designer ist Enzo Mari, den die Designkritikerin Alice Rawsthorn einmal in der New York Times als „Rebell mit einer Obsession für Form“ bezeichnete. Den immerwährenden Kalender “Timor” von Enzo Mari  können Sie im Onlineshop von Danese-Milano kaufen.

www.onlinestore.danesemilano.com

TIMOR von Enzo Mari 1967: Immerwährender Kalender mit dem Firmenlogo von Artemide
© Danese Milano

 

Weihnachten 2012: Verschenken Sie doch mal einen ambitionierten Brief

Bild: Ambitionierter Weihnachtsbrief. Bitte zum Vergrößern anklicken

 

Sie sind auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für Geschäftspartner, Kunden oder Mitarbeiter? Warum schreiben Sie nicht mal einen ambitionierten Brief? Und ergänzen diesen Brief mit einer guten Illustration? Unser Vorschlag ist eine ganz persönliche Interpretation von Thornton Wilder’s Einakter „Das lange Weihnachtsmahl“.

Wilder lädt mit diesem Stück zu einem langen glücklichen Weihnachtsessen im Haus der Familie Bayard ein. Das große Fest, das die Zeit überwindet, umfasst 90 einzelne Weihnachtsessen, die im Zeitraffer aufgeführt werden. Die Geschlechter treten auf, haben Kinder, welken und gehen ab. Während die Generationen wechseln, bleiben die Gespräche gleich. Es geht um Familie, Kinder, die Leute, das Leben, um Geburt und Tod.

Wilder selbst sagte 1960: „Von allen meinen Stücken ist es dasjenige mit der größten Breite an Rezeptionen. In einigen Aufführungen wurde permanent gelacht, manche Zuhörer waren tief bewegt und aufgerüttelt, andere fanden es grausam und zynisch („Was? Die Toten sind so schnell vergessen?“)”1, so Thornton Wilder in einem Brief an Gertrude Hindemith, deren Mann Paul Hindemith eine Oper schrieb, die auf dem Stück basiert. Hören Sie mal in die Oper rein.

Das lange Weihnachtsmahl wurde zum ersten Mal am 25. November 1931 am Yale University Theater in New Haven, Connecticut, aufgeführt.

1 Website der Thornton-Wilder-Familie: http://www.thorntonwilder.com/
2
Hörprobe: Youtube, Paul Hindemith, Das lange Weihnachtsmahl, Oper
Literatur: Thornton Wilder, Wir sind noch einmal davon gekommen, Das lange Weihnachtsmahl, Fischer Bücherei, Juni 1960

Briefe nach DIN: Wird die Duzform im Brief klein- oder großgeschrieben?

Die Klein- und Großschreibung von allgemeinen und geschäftlichen Briefen wird in der DIN 5008 geregelt. Die Regeln im Einzelnen:

Höfliche Anrede – wird in Briefen immer großgeschrieben

Beispiel:

Sehr geehrter Frau NN,

wir freuen uns mit Ihnen und Ihren Kolleginnen für Ihre Beförderung.


Duzform –
wird in Briefen immer kleingeschrieben

Beispiel:

Ich danke dir / euch, dass du / ihr immer für mich da warst / wart.

Anredepronom und Anreden – 1. Das Anredepronom Sie und das entsprechende Possessivpronom Ihr und die zugehörigen flektierten Formen schreibt man groß. 2. Die Anredepronomen du und ihr, die entsprechenden Possessivpronomen dein und euer sowie das Reflexivpronomen sich schreibt man klein.

Beispiele:

Zu 1.
Würden Sie mich bei diesem Projekt unterstützen?
War das Ihre Idee?
Bestehen Ihrerseits Einwände gegen das Projekt?

Zu 2.:
Würdest du mich unterstützen?
Findest du dich darin wieder?
Lieber NN, ich danke dir für diesen Tag

Literatur: DIN Deutsches Institut für Normung (Hrsg.): Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung. Beuth Verlag, Mai 2005, ISBN 3-410-15993-2 (Sonderdruck von DIN 5008:2005)

Bohemian Correspondence – feine Papiere aus Prag

Prague Print Master: JAN PETR OBR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bohemian Correspondence Paper © Flickr

Er wollte „endlich was mit den Händen machen“ zitiert die Berliner Zeitung Petr Jan Rehak, einen ehemaligen Juristen, der 1991 “Bohemian Correspondence Paper” gründete. Unter der Überschrift “Wer schreibt der bleibt” berichtet die Autorin des Beitrags über “papierne Kostbarkeiten” für “Leute mit Stilbewusstsein.” Darunter die oben abgebildeten Korrespondenzpapiere, für die Rehak die historische Papiermühle Jan Petr Obr in Prag als Namensgeber wählte. Die handgeschöpften Papiere nach alter böhmischer Art können Sie nur per Katalog bestellen. Der Katalog ist im Internet als PDF veröffentlicht.

http://www.bohemiapaper.cz/KATALOG.pdf

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/kleine-kostbarkeiten-fuer-stilbewusste–bei-bohemian-paper-gibt-es-feinstes-korrespondenzpapier-nach-alter-boehmischer-art-wer-schreibt–der-bleibt,10810590,10522432.html

Briefe auf der Haut: Tatoos von Scott Campbell

Tatoos sind seit Jahrhunderten in vielen Kulturen auf der ganzen Welt zu verbreitet. Die Symbolik von Tatoos variiert in den verschiedenen Kulturen. Tatoos sind sozusagen Briefe, die kein Papier brauchen. Viele Tätowierungen zeugen von Status und Rang ihrer Träger, sind Botschaften religiöser Hingabe, dienen als Schutz oder vermitteln Informationen über Geschlechtsreife und Fruchtbarkeit der Träger.

Heute lassen sich Menschen aus kosmetischen, sentimentalen oder religiösen Gründen tätowieren und wollen ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren. Wie zum Beispiel die Kunden von Tätowierer Scott Campbell. In seinem Blog veröffentlicht der Tatoo-Künstler nicht nur ausgewählte Arbeiten, sondern auch Materialien zur Entstehungsgeschichte seiner Tatoo-Botschaften. Achtung! Die Tatoos von Campbell sind originär und können durchaus auch befremdlich wirken.

Tatoo “I’m sorry”
Foto: Scott Campbell Weblog

 

 

 

 

 

http://scottcampbelltattoo.tumblr.com/

“Ratgeber für Anschriften und Anreden”: So sprechen Sie wichtige Leute richtig an

Was sagt man eigentlich zu unserem Bundespräsidenten? Exzellenz? Seiner Exzellenz? Wie spricht man einen Adligen an, einen Funktionär der Wirtschaft oder ein Oberhaupt der katholischen Kirche? Wie formuliert man die Einladungskarte an ausländische Staatsoberhäupter oder Diplomaten? Für alle die in ihrer Korrespondenz stets den richtigen Ton treffen wollen, hält das Bundesministerium des Innern im Internet einen Ratgeber für Anschriften und Anreden bereit.

Ganz toll finde ich den umfangreichen Anhang mit Musterbeispielen für fast jeden Einsatzfall. Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland als 1. Mann im Staat ist dort auch an 1. Stelle aufgeführt. Ich lerne, dass man ihn im nationalen Schriftverkehr so anspricht:

Anschrift Herrn Bundespräsidenten
(Akademischer Grad) Vorname Familienname
Anrede
(schriftlich) Hochverehrter Herr Bundespräsident oder
Sehr verehrter Herr Bundespräsident
Schlussformel
Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung oder
Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung oder
Mit vorzüglicher Hochachtung

Einladungskarte Persönliches Schreiben

Anrede (mündlich) Herr Bundespräsident

Im internationalen Schriftverkehr sieht die Anrede etwas anders aus:
Anschrift
Seiner Exzellenz dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Herrn (Akademischer Grad) Vorname Familienname
Anrede (schriftlich)
Exzellenz oder Hochverehrter Herr Bundespräsident oder
Sehr verehrter Herr Bundespräsident
Schlussformel
Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung oder
Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung oder
Mit vorzüglicher Hochachtung

Einladungskarte Persönliches Schreiben

Anrede (mündlich) Exzellenz oder Herr Bundespräsident

Den Ratgeber für Anschriften und Anreden gibt es seit 1975. Er ist aus der täglichen Praxis heraus entstanden und wird ständig aktualisiert und erweitert. Die Publikation kann als PDF kostenlos herunter geladen werden unter www.protokoll-inland.de.

Briefschreiber.name empfiehlt: Tolle Papiere für Mailings

"Das erste Mal"

Papiere mit dem “besonderen Touch”
Foto: Römerturm

Die Firma Römerturm aus Frechen beweist am Beispiel, wie gut sich ihre Papiere zum Erzählen kreativer Geschichten eignen: “Das erste Mal” heisst die Zusammenstellung von 6 Mustermailings, die auf Feinstpapier realisiert wurden. Die ausgefallenen Oberflächen sind vielfältig bedruckt und veredelt und sehen wunderschön aus. Das Paket können Sie für eine Schutzgebühr von 50.- Euro bei der Firma Römerturm bestellen.

Stoffrecherche mit Storify – ein “Social Media Tool” unterstützt das Briefeschreiben

Recherchieren mit Storify auf dem iPad © Briefschreiber.name

Geschichten erzählen und Briefeschreiben gehören zusammen. Menschen lieben Geschichten. Gute Geschichten verbinden. Sie wecken Sympathien und fördern die Vorstellungskraft. Geschichten erzählen ist Volkskunst. Geschichten gehören allen. Geschichten müssen nur gut sein.

Das Briefeschreiben bietet noch zusätzliche Vorteile: Der Briefschreiber kann so lange an einer Geschichte feilen, bis sie das vermittelt, was er sagen will. Der Empfänger eines Briefes wiederum hat die Möglichkeit, den Brieftext mehr als 1 mal zu lesen. Wenn ihn die Geschichte fasziniert, gewinnt er ein tiefes Verständnis für das, was im Brief steht.

Als professionelle Briefeschreiberin bin ich immer auf der Suche nach Stoffen, die sich für die Vermittlung von Werbe- und PR-Botschaften eignen. Da das Recherchieren aufwändig ist, kenne ich die Quellen. Zum Beispiel Storify, ein Social-Media-Instrument, das es seit 2010 gibt. Mit Hilfe von Storify lassen sich Twitterbotschaften, Videos auf Youtube oder Einträge auf Facebook nach passenden Inhalten durchsuchen und in den eigenen Beitrag einbinden. Die einzelnen Schritte einer Stoffrecherche habe ich einmal exemplarisch durchgeführt und in einem Artikel auf Storify veröffentlicht. In dem Beitrag mit dem Titel „Wie Briefschreiber Geschichten finden“ beschreibe ich, wie ich mit Storify den erfolgreichsten Werbebrief der Welt entdecke. Lesen Sie den Beitrag auf Storify nach.

 

Ernst schreibt zum 1. Mal in seinem Leben einen Brief – mit 55

„Da schreibt man mit 55 das erste Mal einen Brief“ – “Ernst”, neuer Spot der Volksbanken Raiffeisenbanken auf Vimeo

In dieser Kampagne geht es um die Frage, „was uns Menschen antreibt”. In 48 Videos werden sehr unterschiedliche Menschen und ihre Schicksale vorgestellt, die jedoch etwas Entscheidendes gemeinsam haben: sie folgen ihrem Antrieb und wollen ihre Ziele unbedingt erreichen. Darunter Ernst, der mit 55 Jahren lesen und schreiben lernt und seiner Tochter den 1. Brief seines Lebens schreibt.

Die Agentur ist „Heimat” aus Berlin, eine Kreativagentur, die 1999 von ehemaligen „Springer & Jacobi”- und „Jung von Matt”- Mitarbeitern aus Hamburg gegründet wurde.