Perspektivenwechsel

Überall Mitteilungen, Bezüge, Parallelen, Ähnlichkeiten, Vergleiche, Verweise. Nicht nur schriftlich auf Papier. Digital, in Stein und auf jedem anderen Medium. Für dich? Von dir? Gegenseitig? Untereinander? Direkt, codiert, komisch, flüchtig. Zu jeder Zeit. An jedem Ort. 

Gehen ist seltsam, oder? Ich entdeckte den Perspektivenwechsel neu, dieses ganz spezielle Instrument dialogischer Kommunikation, das man zum Korrespondieren unbedingt braucht. 

 

Schritt für Schritt für Schritt

Gehen-Fuggerstraße-1

 

 

 

 

 

 

 

 

18:43:01  Einen Fuß vor den anderen setzen, schreiten, marschieren, spazieren, flanieren, schlendern, bummeln. KLACK

 

Gehen-Fuggerstraße-2

 

 

 

 

 

 

 

 

18:44:52  Wandern, stolzieren, stelzen, stöckeln, trotten, trippeln, stapfen, stiefeln, staksen, schlurfen, schleichen, trödeln. KLACK

 

Gehen-Fuggerstraße-3

 

 

 

 

 

 

 

 

18:45:05  Latschen, hatschen, watscheln, trampeln, tapsen, tippeln, zotteln, zuckeln, zockeln. KLACK

” Schritt für Schritt für Schritt”, aufgenommen am 13. März 2014, zwischen 18:43:01 und 18:45:05, auf der Fuggerstraße in Augsburg

 

Rabenlinien

Rabenlinien-Königsplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist eine Linie ein Objekt? Nein, es ist eine Linie. Über den Linien: In den alten Kastanien auf dem Königsplatz bauen Raben ihre Nester

“Rabenlinien”, fotografiert am 13. März 2014 in Augsburg auf dem Königsplatz

 

Kolumba

Kolumba

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merci für Kolumba, Peter Zumthor

“Kolumba” in Köln, fotografiert am 3. April 2014

 

Et es wie et es

Adenauerdenkmal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adenauer-Denkmal und Baustellenhütchen – vielleicht hat jemand Lust, einmal den Ähnlichkeitsfaktor zu berechnen?

Konrad-Adenauer-Denkmal in Köln vor der Kirche Sankt Aposteln, fotografiert am 25. August 2013

 

Cheers Titanic

Titanic-Belfast

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Tage nachdem die Titanic die Bauwerft in Belfast verlassen hatte, rammte der Luxusdampfer einen Eisberg und versank im Atlantik. Das geschah am 14. April 1912. Erst durch den Bau von Titanic Belfast konnte die Stadt diese traumatische Erfahrung mit ihrem berühmtesten Produkt endgültig verarbeiten. Das Bauwerk der Londoner Architekten Eric Kuhne und Mark Evans wurde am 31. März 2012 eröffnet und erwies sich von Anfang an als Besuchermagnet. Titanic Belfast ist genauso hoch wie der Bug des berühmtesten Schiffswracks der Welt. Also fotografierte ich den futuristischen Bau in Schräglage.

Titanic Belfast, Rückansicht, fotografiert am 5. Mai 2013

 

A Cutting Mat’s “Why buy me”

Cuttingboard

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Warum solltest du gerade mich kaufen?“-Argumente einer Schneidematte

- Ich bin handwerklich fantastisch gearbeitet
- Ich bin aus gehärtetem Glas wegen der Stabilität
- Ich bin mit Markierungen nützlicher Papierformate versehen
- Ich habe ein präzises Messgitter
- Ich habe eine glatte Glasoberfläche
- Ich arbeite gut mit dem Schablonensystem von „X-Cut“ zusammen
- Ich habe rutschfeste Füße
- Ich habe glatt polierte Ecken
- Ich bin 5 Millimeter dick
- Ich kann mit Seifenwasser gereinigt werden

A Cutting Mat’s “Why by me”, fotografiert am 1. Juli 2014

 

Was glaubst du? Wohin wirst du heute gehen?

 

Ernst schreibt zum 1. Mal in seinem Leben einen Brief – mit 55

„Da schreibt man mit 55 das erste Mal einen Brief“ – “Ernst”, neuer Spot der Volksbanken Raiffeisenbanken auf Vimeo

In dieser Kampagne geht es um die Frage, „was uns Menschen antreibt”. In 48 Videos werden sehr unterschiedliche Menschen und ihre Schicksale vorgestellt, die jedoch etwas Entscheidendes gemeinsam haben: sie folgen ihrem Antrieb und wollen ihre Ziele unbedingt erreichen. Darunter Ernst, der mit 55 Jahren lesen und schreiben lernt und seiner Tochter den 1. Brief seines Lebens schreibt.

Die Agentur ist „Heimat” aus Berlin, eine Kreativagentur, die 1999 von ehemaligen „Springer & Jacobi”- und „Jung von Matt”- Mitarbeitern aus Hamburg gegründet wurde.

 

“Handwritten Letter Project” – about an exhibition from KK Outlet

As a Briefschreiber – of course – I agree with Craig Oldham “that there’s always something nice about receiving a letter.” Oldham started his project by extending an invitation to the world’s leading designers, design studios and creative thinkers. He suggested them simply to share their thoughts in handwritten form on their own letterhead. With success. The full collection included over 100 letters and was shown for the first time at KK Outlet in Manchester throughout August 2011. In 2015

Hand Written Letter Project

“There’s always something nice about receiving a letter”

A letter from Carter Wong

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A letter from Carter Wong
Photos: KK Outlet Flickr Stream

 

Brief aus Berlin: “Soziales Brainstorming” – über ein Projekt der Ars Electronica

Wer wie ich immer auf der Suche nach Projekten ist, in denen der kreative Dialog eine Rolle spielt, der wird in dieser Ausstellung fündig. “Wovon Maschinen träumen” heisst das Projekt der Ars Electronica, dem Forschungs-, Kunst- und Technologiecenter der Stadt Linz. Im Automobilforum des VW-Konzerns  zeigt Ars Electronica Installationen internationaler Medienkünstler. Eindrucksvoll demonstrieren die Objekte unseren heutigen Anspruch an die Rolle von Maschinen: Maschinen dienen, Maschinen befreien uns, Maschinen besitzen soziale Kompetenzen.

Soziales Brainstorming

Da es aber doch immer noch Menschen sind, die träumen, darf ich in der Ausstellung meinen ganz persönlichen Wünschen und Träumen Ausdruck verleihen. Dazu stelle ich mich vor eine Schattenwand, lasse ein Schattenbild von mir fotografieren und als Miniaturaufkleber ausdrucken. Den Aufkleber beschrifte ich mit meinem Wunsch. Statement und Haltung der Silhouette ergeben meine ganz individuelle Botschaft, die ich auf eine große Pinnwand zu den Wünschen und Träumen der übrigen Besucher klebe. Das Ergebnis ist eine Landkarte mit Wünschen und Träumen aller Ausstellungsbesucher, die an diesem “sozialen Brainstorming” teilgenommen haben.

Soziale Maschine

Landkarte der Wünsche und Träume aller Besucher

“Lebendig werden”, Ausschnitt der Pinnwand mit dem Wunsch eines Besuchers
Alle Fotos: © Briefschreiber.name

Ausstellung der Ars Electronica “Wovon Maschinen träumen“, vom 07.07. bis 28.08.2011, im Automobilforum des VW-Konzerns, Unter den Linden, Berlin

 

PR-Instrument Liebesbrief: So kommt ein kreativer Dialog in Gang

Für Andreas

Gerade Großunternehmen versuchen heute, ihren Marken durch emotionale Werbung mehr Kraft zu verleihen, um so Krisen entgegenzusteuern. Die Bemühungen gipfeln in Claims wie: Deutsche Bank – Leistung aus Leidenschaft, Mac Donald’s – Ich liebe es, Campari – Red passion. Was passiert, wenn Unternehmen 1. auf eindirektionale Leistungsdemonstrationen verzichten und sich 2. zur medialen Vermittlung großer Gefühle für einfache Briefbotschaften auf Papier entscheiden? Deutsche Post und Museum of Modern Art (MoMa) machen vor, wie man einen kreativen Dialog initiiert:

HA Schult und Deutsche Post: Die größte Liebesskulptur der Welt
Am 03. Juli 2001 rufen Deutsche Post und Konzeptkünstler H.A. Schult in einer Pressekonferenz alle Menschen in Deutschland dazu auf, Liebesbriefe zu verfassen. „… Ich bitte Sie, einen Brief zu schreiben, wie Sie ihn schon immer im Herzen getragen haben. Erklären Sie sich darin in Liebe zu den Ihnen nächsten oder entferntesten Menschen … Träumen Sie in Worten….“ Das Ziel: Die größte Liebesskulptur der Welt schaffen. Millionen Briefschreiber kommen dem Aufruf nach. Wenige Monate später ist das alte Postfuhramt in Berlin Mitte von Liebesbriefen umhüllt. Über 2 Millionen Besucher kommen in das zwischen der Synagoge und dem Tacheles gelegene Gebäude, allein 90.000 waten durch das “Meer der Liebe” im Inneren des Postamts.

Love-Letter-Aktion

Bild 1: Werbebrief zur Love-Letter-Aktion

Museum of Modern Art: Love is in the Air
Im April 2011 bittet das MoMa in New York seine Besucher um ihre ganz persönlichen Geschichten. Es geht um Liebe: neue Liebe, lebenslange Liebe, verlorene Liebe, Liebe zur Kunst, auch die Liebe für das MoMA. Die Aktion findet ein überwältigendes Echo. Tausende Besucher haben bereits ihre Geschichten auf die vorbereiteten Zettel geschrieben, die an einer riesigen Wand für alle sichtbar aufgehängt wurden. Zwei Geschichten von der Wand sehen Sie unten.

Große Liebe

Bild 2: Große Liebe Picasso
Bild 3: Auf der Suche nach Liebe
MoMa Weblog

Letters of Promises – Money

There is a simple relationship between money and a letter: Coins and papermoney in all variations as banknotes, letters of credit, circular letters of credit, cash letters of credit, commercial letters of credit … are promises to pay and therein the physical and psychological aspects of nations money system. But what are the real media of exchange on todays markets?

The Cuban Creative Director Erik Ravelo looked behind the backdrops and emerged the currencies in which is in fact paid worldwide: kokain, oil, blood, soil, metal, cellulose, bankruptcy, microbes, punishment, silicate, plastic, organ traces, ashes. Ravelos analysis of both the positive and negative aspects of money was published in Colorsmagazine April 2008. Although his investigations are more than 3 years old, they have lost little of its relevance.

In my eyes one of the best clashes with the issue money in the last years.

 

Silicate

Photo 1: Colorsmagazine 2008 / Money / Silicate, page 69

For example “Silicate” – the article about technology profits
In this article Ravelo let come Patrick Cox to word, an expert in software, public policy, biotechnology and a financial analyst. Patrick Cox foresaw a great era of wealth creation through technology progress in the internet. In 2011 Cox can see himself confirmed: “A global patent arms buildup is taking place in the industry, with Apple, Google, Microsoft, Samsung, Qualcomm …, he says on his internet platform. “A consortium of companies purchased Nortel’s patents …, for $ billion 4.5. For the price of $ billion 12.5, Google is now going to buy Motorola Mobility. …”

Ink

Photos 2,3: Colorsmagazine 2008 / Money/ Ink , page 95

For example “Ink” – the article about the costs of punishment
That the death penalty in the US is not only controversial but also extremely expensive is well known. Nevertheless the numbers Ravelo brings in “Ink” are astonishingly: “California … paid about $250 million for each of the state’s 11 executions.” These numbers of 2008 match to the latest news from CNN, published on September 23, 2011: „Texas drops special last meal for death row intimates.“ The reason: Goner Lawrence Russell Brewer ordered extensive last meal and didn’t eat it”.  Another unbelievable release in this context is about the war on drugs: On Monday, September 19, 2011, 22.05 a.m. the money spent on the War On Drugs this Year in the US was summed up on: $ 29,393, 208, 155.

Money

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