Erlesen: “Letters of Note”

Letters of Note ist ein tolles Weblog mit faszinierenden Briefen. Fast 900 Briefe umfasst die Sammlung von Shaun Usher mittlerweile, darunter Briefe von berühmten Persönlichkeiten, die mit ihren Briefen die Welt veränderten, aber auch ganz einfache Brieftexte von großer Intensität und Gefühlsdichte, wie man sie sonst selten zu lesen bekommt.

Wie zum Beispiel der Brief von Albert Camus, den ich für Sie aus dem Englischen übersetzt habe. Albert Camus wuchs in großer Armut ohne Vater auf. Die Mutter war fast taub und Analphabetin und zog Ihre Söhne mit Hilfe der Großmutter auf. Louis Germain, Albert Camus Lehrer, erkannte und förderte das Potential des Jungen. Als Camus 1957 den Nobelpreis für Literatur erhielt, bedankte er sich mit diesen Worten bei seinem Förderer:

9 November 1957

Lieber Monsieur Germain,

ich habe die Aufregung um mich herum in diesen Tagen ein wenig abklingen lassen, bevor ich zu Ihnen aus ganzem Herzens spreche. Die Ehre, die mir zuteil wurde, ist viel zu groß, ich habe sie weder gesucht noch erbeten.

Aber als ich die Nachricht hörte, galt mein erster Gedanke – nach dem an meine Mutter – Ihnen. Ohne Sie, ohne die liebevolle Hand, die Sie nach dem kleinen armen Kind ausstreckten, das ich war, ohne das, was sie mich lehrten und das Beispiel, das Sie mir gaben, wäre nichts von alledem passiert.

Ich mache mir nicht so viel aus dieser Art von Ehre. Aber zumindest bekomme ich so die Gelegenheit, Ihnen zu sagen, was Sie mir bedeutet haben und immer noch bedeuten, und Ihnen zu versichern, dass Ihre Anstrengungen und Ihre Arbeit, Ihr großzügiges Herz immer noch in Ihrem kleinen Schuljungen weiterleben – und der trotz der  vielen Jahre, die vergangen sind, nie aufgehört hat, Ihr dankbarer Schüler zu sein. Ich umarme Sie von ganzem Herzen.

Albert Camus

http://www.lettersofnote.com/search?q=camus+

Entdeckt: Postkarten von Europeana

Europeana-Postcards

 

 

 

 

 

 

Wer oder was ist Europeana? „Europeana.eu ist eine virtuelle Bibliothek, die einer breiten Öffentlichkeit das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Europas in Form von Bild-, Text-, Ton- und Video-Dateien zugänglich machen soll.“ (Wikipedia). Historische Briefschreiber sind dort mit – immerhin – 22 Einträgen vertreten, zum Beispiel zu den Themen „Der öffentliche Briefschreiber“, „Briefschreiber unter sich“, „ Briefschreiber und Erster Weltkrieg“.

Für Werbezwecke oder für Events stellt Europeana ihren Usern 3 kostenlose Postkarten mit historischen Motiven zur Verfügung, die in allen Sprachen funktionieren und in allen Ländern einsetzbar sind. Wenn Ihnen die Postkarten mit den historischen Motiven gefallen, schreiben Sie am besten gleich eine Mail an beth.daley@bl.uk. Sagen Sie ihr einfach, welche und wie viele Poskarten Sie ordern möchten und zu welchem Zweck Sie sie einsetzen wollen.

Unter diesem Link können Sie sich die kostenlosen Postkarten anschauen: http://pro.europeana.eu/documents/900548/817cb016-e2a5-44cc-bf9e-23b5178ebb2b

Maria recommends: App „Paper by Fifty Three“ for iPad

Eastermessage via iPad © Briefschreiber.name

Crown. Beuys. Rabbit. For our eastermessage we quoted from Joseph Beuys, the famous german artist who brought the social aspect into art. 1982 at the Documenta VII in Kassel Joseph Beuys melted a copy of the crown from “Iwan the Terrible” and reshaped the material to a rabbit as a symbol of peace and folk art. With the eastermessage the illustrator Hermann Blum refers to the event.

How Beuys was going on in detail and what it has to do with easter you can read in the article  ”Alle Macht den Hasomanen”, (All the power to the Hasomanen) from the german “TAZ” .

For his eastermessage Hermann tried out the app „Paper by Fifty Three“ for the first time. The sketch app was developed by a group of New Yorker filmmakers, designers and software engineers especially for the iPad. The great advantage of this app: from drawing up to publishing – you have no break in media, everything can be done on your iPad. We hope you like the result?

http://www.taz.de/1/archiv/?id=archivseite&dig=2003/04/19/a0262
https://itunes.apple.com/us/app/paper-by-fiftythree/id506003812?mt=8

Immerwährender Kalender “Timor” im Onlinestore von Danese-Milano

Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 steht die italienische Firma Danese Milano für gut gestaltete Produkte des täglichen Bedarfs. Darunter Leuchten oder Beleuchtungssysteme aber auch Utensilien für den Schreibtisch wie Briefbeschwerer oder Brieföffner. Einer ihrer bekanntesten Designer ist Enzo Mari, den die Designkritikerin Alice Rawsthorn einmal in der New York Times als „Rebell mit einer Obsession für Form“ bezeichnete. Den immerwährenden Kalender “Timor” von Enzo Mari  können Sie im Onlineshop von Danese-Milano kaufen.

www.onlinestore.danesemilano.com

TIMOR von Enzo Mari 1967: Immerwährender Kalender mit dem Firmenlogo von Artemide
© Danese Milano

 

Bohemian Correspondence – feine Papiere aus Prag

Prague Print Master: JAN PETR OBR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bohemian Correspondence Paper © Flickr

Er wollte „endlich was mit den Händen machen“ zitiert die Berliner Zeitung Petr Jan Rehak, einen ehemaligen Juristen, der 1991 “Bohemian Correspondence Paper” gründete. Unter der Überschrift “Wer schreibt der bleibt” berichtet die Autorin des Beitrags über “papierne Kostbarkeiten” für “Leute mit Stilbewusstsein.” Darunter die oben abgebildeten Korrespondenzpapiere, für die Rehak die historische Papiermühle Jan Petr Obr in Prag als Namensgeber wählte. Die handgeschöpften Papiere nach alter böhmischer Art können Sie nur per Katalog bestellen. Der Katalog ist im Internet als PDF veröffentlicht.

http://www.bohemiapaper.cz/KATALOG.pdf

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/kleine-kostbarkeiten-fuer-stilbewusste–bei-bohemian-paper-gibt-es-feinstes-korrespondenzpapier-nach-alter-boehmischer-art-wer-schreibt–der-bleibt,10810590,10522432.html

Briefe auf der Haut: Tatoos von Scott Campbell

Tatoos sind seit Jahrhunderten in vielen Kulturen auf der ganzen Welt zu verbreitet. Die Symbolik von Tatoos variiert in den verschiedenen Kulturen. Tatoos sind sozusagen Briefe, die kein Papier brauchen. Viele Tätowierungen zeugen von Status und Rang ihrer Träger, sind Botschaften religiöser Hingabe, dienen als Schutz oder vermitteln Informationen über Geschlechtsreife und Fruchtbarkeit der Träger.

Heute lassen sich Menschen aus kosmetischen, sentimentalen oder religiösen Gründen tätowieren und wollen ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren. Wie zum Beispiel die Kunden von Tätowierer Scott Campbell. In seinem Blog veröffentlicht der Tatoo-Künstler nicht nur ausgewählte Arbeiten, sondern auch Materialien zur Entstehungsgeschichte seiner Tatoo-Botschaften. Achtung! Die Tatoos von Campbell sind originär und können durchaus auch befremdlich wirken.

Tatoo “I’m sorry”
Foto: Scott Campbell Weblog

 

 

 

 

 

http://scottcampbelltattoo.tumblr.com/

Briefschreiber.name empfiehlt: Tolle Papiere für Mailings

"Das erste Mal"

Papiere mit dem “besonderen Touch”
Foto: Römerturm

Die Firma Römerturm aus Frechen beweist am Beispiel, wie gut sich ihre Papiere zum Erzählen kreativer Geschichten eignen: “Das erste Mal” heisst die Zusammenstellung von 6 Mustermailings, die auf Feinstpapier realisiert wurden. Die ausgefallenen Oberflächen sind vielfältig bedruckt und veredelt und sehen wunderschön aus. Das Paket können Sie für eine Schutzgebühr von 50.- Euro bei der Firma Römerturm bestellen.

Briefschreiber.name empfiehlt: Jörg Piringer – Klanggedicht Unicode

Klanggedicht Unicode – Visuelle interaktive Poesie von Jörg Piringer

Der Unicode wurde in den frühen 90er Jahren entwickelt, um endlich alle Sprachen dieser Welt in einem einzigen Zeichensatz zusammenfassen zu können. Gerade beim Aufbau von internationalen Netzen ein unschätzbarer Vorteil. Faszinierend am Unicode ist, dass er lebende und tote Sprachen vereint, auch Runen kommen darin vor. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der österreichische Künstler Jörg Piringer – ein “visual sound poet”, wie er oft genannt wird – vom Unicode zu diesem Video inspirieren ließ. Das Video ist die vertonte Komplettversion des Zeichensatzes 6.0 und zeigt jedes einzelne Unicode-Zeichen. Ein universeller multimedialer Brief sozusagen, der aus insgesamt 109.242 Zeichen besteht.  Ein tolles Video nicht nur für’s Büro, finde ich, genau richtig,  um es auch “einfach” im Hintergrund laufen lassen zu können.

Briefschreiber.name recommends: Graham Short – „Master of Miniature“

Graham Short  “the world’s smallest engraver”and his latest exhibition

That the exchange of messages is not limited to the medium paper demonstrates the british artist Graham Short in an impressive way. Short – who is known as „Master of Miniature“ – engraved not only the The Lord’s Prayer on the head of a pin, he also is the creator of “Cutting edge”, a project where he inscribes “Nothing is Impossible” on the sharp edge of a razor blade. Why don’t you let engrave your personal message on the head of a pin?