Brief aus Berlin: “Soziales Brainstorming” – über ein Projekt der Ars Electronica

Wer wie ich immer auf der Suche nach Projekten ist, in denen der kreative Dialog eine Rolle spielt, der wird in dieser Ausstellung fündig. “Wovon Maschinen träumen” heisst das Projekt der Ars Electronica, dem Forschungs-, Kunst- und Technologiecenter der Stadt Linz. Im Automobilforum des VW-Konzerns  zeigt Ars Electronica Installationen internationaler Medienkünstler. Eindrucksvoll demonstrieren die Objekte unseren heutigen Anspruch an die Rolle von Maschinen: Maschinen dienen, Maschinen befreien uns, Maschinen besitzen soziale Kompetenzen.

Soziales Brainstorming

Da es aber doch immer noch Menschen sind, die träumen, darf ich in der Ausstellung meinen ganz persönlichen Wünschen und Träumen Ausdruck verleihen. Dazu stelle ich mich vor eine Schattenwand, lasse ein Schattenbild von mir fotografieren und als Miniaturaufkleber ausdrucken. Den Aufkleber beschrifte ich mit meinem Wunsch. Statement und Haltung der Silhouette ergeben meine ganz individuelle Botschaft, die ich auf eine große Pinnwand zu den Wünschen und Träumen der übrigen Besucher klebe. Das Ergebnis ist eine Landkarte mit Wünschen und Träumen aller Ausstellungsbesucher, die an diesem “sozialen Brainstorming” teilgenommen haben.

Soziale Maschine

Landkarte der Wünsche und Träume aller Besucher

“Lebendig werden”, Ausschnitt der Pinnwand mit dem Wunsch eines Besuchers
Alle Fotos: © Briefschreiber.name

Ausstellung der Ars Electronica “Wovon Maschinen träumen“, vom 07.07. bis 28.08.2011, im Automobilforum des VW-Konzerns, Unter den Linden, Berlin